Familie Buff-Kestner

Buch: „Die Kestner – 485 Jahre Familiengeschichte von 1253 Menschen“

Posted by j.buff - Juni 21, 2009

Die Kestner

Dr. Rüdiger Fock aus Berlin berichtet über sein Buch:

„Die Kestner“ ist ein Geschichtsbuch. Die Familiengeschichte über 485 Jahre, die 1524 in dem Pfefferkuchenstädtchen Pulsnitz in der Oberlausitz mit dem Stadtrichter Caspar Kestner beginnt, ist eine historische Recherche, die wie ein spannender Familienroman zu lesen ist.

Caspars Frau Katharina verstirbt schon im Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Balthasar, der im Alter von 10 Jahren dann sogar Vollwaise wird. Mit 15 Jahren macht Balthasar bei seinem Großvater eine Schneiderlehre und geht danach – Ende des 16. Jahrhunderts – auf Wanderschaft. Zunächst durch alle deutschen Reichsstädte, dann durch Italien: Florenz, Mailand, Neapel und Rom. Von Venedig aus geht es mit dem Schiff nach Dalmatien, von dort zu Fuß weiter nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Auf dem Schiff des venezianischen Botschafters kehrt er zurück nach Venedig, wird dort von dem schaumburgischen Grafen Ernst engagiert und tritt eine Stelle als dessen Hofschneider in der neu gegründeten Residenz Bückeburg an. Der Graf schenkt ihm ein stattliches Haus und gibt ihm die Kammerzofe der Gräfinnen von Schaumburg zur Frau. Nach dem Tod des mittlerweile zum Fürsten ernannten Grafen wird Balthasar Kestner Ratsherr und Kämmerer der Stadt Bückeburg und begründet eine ganze Dynastie von Stadtsekretären und Landfiskalen in Bückeburg, Detmold, Lemgo, Lage und schließlich Hannover.

Selbstverständlich ist auch von der Begegnung der Kestners mit Goethe und „Werthers Leiden“ die Rede. Wir erfahren vom Brüderstreit um die Veröffentlichung von Goethes Briefen an Johann Christian und Charlotte Kestner, geb. Buff, lesen etwas über Lottes Sohn August, den Diplomaten und Kunstsammler und nicht zuletzt auch Mitbegründer des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom. Lottes dritter Sohn Carl ging einen anderen Weg. Er und sein Sohn Charles begründeten die chemische Großindustrie im Elsass und stellten eine innerbetriebliche Sozialordnung auf, die heute noch Ihresgleichen sucht.

Von einem liberalen Unternehmer und Banker ist die Rede, der sich 1848 als preußischer Finanzminister zwischen alle Stühle setzte, und seinem Sohn, der die Kriege der letzten preußischen Herrscher finanzierte, von seiner Frau, die finanzkräftig die Emanzipation voranzutreiben half. Aber es gab auch Lücken: Da hatte einer 1933 ein Porträt des Führers angefertigt – ein vom Künstler kritiklos akzeptierter Auftrag oder Ausdruck ideologischer Verblendung?

In 17 Kapiteln werden fünf Jahrhunderte Geschichte mithilfe von Kurzbiografien lebendig. Das restliche Drittel des Buches ist genealogischen Daten der 1252 erfassten Nachkommen des Caspar Kestner gewidmet und enthält Ausführungen zur Bedeutung des Namens, dem Vorkommen, zur Heraldik.
Alle Familienmitglieder werden herzlich gebeten, Ergänzungen und etwaige Fehler dem Autor mitzuteilen (DrFock@gmx.de), um die Genealogie bei nächster Gelegenheit auf den neuesten Stand bringen zu können.

Die Kestner – Eine Familie macht Geschichte(n). Von Rüdiger R. E. Fock. – 304 Seiten mit Abbildungen, einem Register der Kestner-Nachkommen, einem Namen- und Personenregister. – 15 x 21 cm, gebunden. 19,80 €
ISBN 978-3-87716-706-9. Verlag SCHNELL, Oststr. 24, 48231 Warendorf.

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