Familie Buff-Kestner

Posts Tagged ‘Johann Christian Kestner’

Stadtarchiv Hannover digitalisiert den archivalischen Kestner-Bestand

Posted by j.buff - Dezember 29, 2012

Frau Dr. Anne Viola Siebert (Museum August Kestner, Hannover) berichtet, daß das Stadtarchiv Hannover damit begonnen hat, Privatdokumente von Johann Christian Kestner, Charlotte Kestner und August Kestner zu digitalisieren, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und vor dem Verfall zu schützen.
Weiteres siehe Presseartikel in: Neue Presse Hannover , 05.12.2012

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Buch „Johann Christian Kestner – Der Eigendenker “ von Alfred Schröcker

Posted by j.buff - Dezember 16, 2010

Dr. Alfred Schröcker teilt mit, daß sein neues Buch über Johann Christian Kestner jetzt im Wehrhahn-Verlag (Hannover) erschienen ist. Ende Januar / Anfang Februar wird er dazu im Stadtarchiv Hannover einen Vortrag halten.

Aus dem Klappentext:

„Johann Christian Kestner – ein »knochentrockener Jurist«? Die zweifellos recht nüchterne Figur des »Albert« in Goethes Leiden des jungen Werthers hängt Johann Christian Kestner (1741–1800) sein Leben lang und bis ins 21. Jahrhundert nach. Wer war nun dieser Kestner wirklich? Die junge Charlotte Buff hat sich für ihn und nicht für Goethe entschieden. Sie konnte dafür gute Gründe haben.
Der junge Kestner hatte sich außerordentlich für Literatur und Geschichte interessiert, von Kindheit an eine besondere Leseratte und bald auch Schreiber. In der Familientradition musste er wie seine Brüder Rechtswissenschaft studieren, um eine dem sozialen Niveau entsprechende Beamtenstelle in Hannover zu erhalten. Am liebsten wäre er jedoch Schriftsteller oder Historiker geworden. In diesem Zwiespalt und aufgrund psychischer Schwierigkeiten (Tod seines Lieblingsbruders) sowie einer eitrigen Ohrentzündung brach er das Jurastudium ab. Von Jugend an hat Kestner unendlich viel geschrieben: Gedichte, Tagebücher, Notizen. So erfahren wir aus seinem Nachlass im Stadtarchiv Hannover bis 1767 sehr genau, was Kestner gefühlt und gedacht hat über sich selbst, über Religion, über die rechte Lebensweise (Moral), über Erziehung, über Geschichtswissenschaft, über Ärzte und Medizin, über Literatur, über seine Mitstudenten, über Universität und Rechtswissenschaft oder über Physiognomik. Zusammengefasst: Niemand hat bislang den reichen Nachlass Kestners gelesen.
Auf der Grundlage der durchwegs eigenhändigen Quellen wird das tradierte Bild Kestners völlig umgestoßen. Er war ein sehr moderner junger Mann nicht in nur gedachter, sondern in gelebter Aufklärung.“

Schröcker, Alfred:
Johann Christian Kestner der Eigendenker : Eine Jugend in der Mitte des 18. Jahrhunderts / Alfred Schröcker
Hannover: Wehrhahn, 2010
852 S.
978-3-86525-184-8
49,80 €

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Vorträge von Dr. Alfred Schröcker über Johann Christian Kestner

Posted by j.buff - Januar 31, 2010

Dr. Alfred Schröcker, der Herausgeber des Kurtagebuchs von Johann Christian Kestner („Die wahre Brunnenfreiheit“) und seiner Gedichte aus den Jugendjahren („Du bist ein Sterblicher!“) hält am 4. Februar 2010 einen Vortrag im Stadtarchiv Hannover (Am Bokemale 14):

„Man müßte mehr sein eigener Doktor sein“ – Gesundheit und Krankheit beim jungen Johann Christian Kestner in der Mitte des 18. Jahrhunderts

Er schreibt in seiner Ankündigung zu diesem Abend:

„Johann Christian Kestner (1741-1800) erleidet in seinen jungen Jahren zwei schwere Krankheiten: In der späten Kindheit erkrankt er sehr heftig, ja lebensgefährlich an Windpocken. Diesen Albtraum im 13. Lebensjahr kann er nicht vergessen, wie seine Notizen dazu ausweisen. Ab Ende April 1765 beschreibt er Entstehung, Verlauf und Behandlung seiner eitrigen Mittelohrentzündung. Diese beiden Krankheiten, aber auch sein früh ausgeprägter Charakterzug, schon in seiner Jugend sich selbst genau zu beobachten und darüber zu reflektieren, veranlassen ihn besonders in seinem Krisenjahr 1765 – Tod des Lieblingsbruders Otto und krisenhafter Abbruch des Jurastudiums – sich über Gesundheit und Krankheit immer wieder Gedanken zu machen. Dabei spielen Fragen, die wir heute auch noch stellen, eine wichtige Rolle: Ist Krankheit unabänderliches, vielleicht von Gott verhängtes Schicksal oder selbst verschuldet? Was soll man von den Ärzten halten? Was von den Medikamenten? Soll man von Jugend an alles für die Gesundheit tun, um möglichst lange zu leben? Was haben Gesundheit und Krankheit mit der gesamten Lebensweise des Menschen zu tun?“

In einem weiteren Vortrag mit dem Titel „Universalmedizin“oder„Wasser ist der beste Trank“ erzählt Dr. Schröcker über Trink- und Badekuren im 18.Jahrhundert am Sonntag, 7. März 2010, 16 Uhr im Romantikbad Bad Rehburg:

„Eine Trink- und Badekur zu machen ist im 18. Jahrhundert fast ein Allheilmittel: ob Augenleiden oder Ohrenschmerzen, ob Schwierigkeiten mit den Zähnen, der Milz, der Brust oder dem Magen, ob Grauer Star, Beinleiden oder Schlaganfall, mineralisches Wasser hilft immer, manchmal sogar auf Wunderart, es hilft von Spa in Belgien bis Marienbad im Sudetenland, von Bad Rehburg bis Bad Pyrmont. Schaut man aber genauer in die zahlreichen zeitgenössischen Bücher über das Kuren, so ist eines schnell klar: „eine ordentliche und vergnügte Lebensart ist öfters weit kräftiger als das Wasser selbst“.

Man trifft sich zum Grand Cafe, man tanzt, beobachtet das Feuerwerk, flaniert in der Allee und beredet alles: ob nun eine Madame mit ihrem Cicisbeo, ihrem Hausfreund, da ist, warum sich der General mit seiner weiblichen Begleitung nicht in Gesellschaft zeigt, wer beim Toast-Spiel zuviel getrunken und wer in der Lotterie gewonnen hat.“

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